— POlitikseminar

Kapitaldeckungs- vs. Umlageverfahren - eine alte Frage stellt sich neu

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— Inhalt

Bereits seit Einführung der Sozialversicherung wird die Frage ihrer Finanzierung kontrovers diskutiert. Zunächst wurde eine möglichst kapitalgedeckte Finanzierung der Sozialversicherung angestrebt und das Umlageverfahren mit Skepsis und Argwohn betrachtet. Tatsächlich wurde zwischenzeitlich auch eine zumindest teilweise Kapitaldeckung erreicht. Spätestens mit der Rentenreform 1957 wurden jedoch die früheren Bedenken gegen eine Umlagefinanzierung aufgegeben, wie das – nicht belegte, aber mindestens gut erfundene – Adenauer-Zitat „Kinder kriegen die Menschen immer“ zeigt.

Als zum Ende des letzten Jahrhunderts die demografischen Probleme Deutschlands zunehmend ins öffentliche Bewusstsein kamen, wurden neue Versuche gestartet, die kapitalgedeckte Vorsorge zu stärken, allerdings überwiegend außerhalb der Sozialversicherung. Wesentliche politische Maßnahmen dazu waren vor allem die Einführung der Riester-Rente, die Stärkung der kapitalgedeckten betrieblichen Altersvorsorge, die teilweise Umstellung auf Kapitaldeckung im Bereich der Beamtenversorgung, die Ausfinanzierung der Versorgungsverpflichtungen in großen Teilen der Sozialversicherungsträger sowie die Einführung des Pflege-Bahr.

Inzwischen ist der Trend zur Stärkung der Kapitaldeckung jedoch nicht nur gestoppt, sondern hat sich teilweise sogar ins Gegenteil verkehrt. Die betriebliche Altersvorsorge stagniert und der Bestand an Riester-Verträgen ist schon seit mehreren Jahren rückläufig. Dazu beigetragen haben dürften die Finanzkrise, die anhaltende Niedrigzinsphase und die Kritik an Vorsorgeprodukten. Insofern stellt sich die Frage neu, wie eine sinnvolle Finanzierung von sozialer Sicherung erfolgen sollte. Lohnt ein neuer Anlauf zur Stärkung der kapitalgedeckten Vorsorge und wie könnte er gelingen?

Dieser Frage soll im ISWA-Politikseminar nachgegangen werden.

— programm

Das ausführliche Programm wird sechs Wochen vor Seminartermin veröffentlicht.

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— Informationen
Alexander Gunkel, Mitglied der Hauptgeschäftsführung, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
20.9.2021
21.9.2021
Mo, 11:30 - 17:30 Uhr | Di, 9:00 - 17:30 Uhr
Hotel Mövenpick Berlin, Schöneberger Str. 3, 10963 Berlin
— Kosten

Zimmerreservierung im Rahmen des ISWA-Politikseminars im Hotel Mövenpick Berlin für eine Übernachtung mit Frühstück von Montag auf Dienstag
159,00 Euro | Einzelzimmer
179,00 Euro | Doppelzimmer

Tagungspauschale
84,00 Euro | Montag
84,00 Euro | Dienstag

Das gemeinsame Abendessen am Montag im Rahmen der Seminarteilnahme ist kostenfrei.

Je nach Lage der Pandemie kann eine kurzfristige Umstellung in ein virtuelles Format erfolgen.

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